„Plattdeutsche Klassiker lesen!“
Fritz Reuter: Kein Hüsung
gekürzte Hörspiel-Fassung
Orthographie Reuter mit Übers.
Orthographie Herrmann-Winter mit Übers.
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Sei treckt den dünnen Dauk sick fast
Üm Arm un Bost, as wir s’ entslaten,
Oll Daniel kriggt ehr Hand tau faten;
So geiht sei t’rügg, in ’n Harten Maud
För ’t Unglück, wat tau kamen drauht. –
Jehann sinnt sachten achter her,
In em spreckt ’t anners, as in ehr;
Unrauhig jagt en Plan den annern:
Hei kann nu trecken, kann nu wannern
Fri äwer See un äwer Land;
Siddem, dat dod is Vadder Brand,
Is em de Welt nich mihr verslaten;
Hei kann nu künn’gen, wenn hei will,
De Herr, de möt em trecken laten,
Un wenn hei em wat seggen süll,
Denn bliwwt hei em kein Antwurt schüllig.
Hei is nu fri, so gaud as fri,
Un ut is nu de Schinneri.
JEHANN
Oh, giww mi Rum!
Dat anner wull ick denn woll maken!
Man ümmer jüh! De Fohr entlang!
Un kannst den Haken nich mihr räuken,
Denn möt w’ Di anner Arbeit säuken
För slichtern Lohn. Dat is Din Dank!
Man ümmer jüh! Feld up, Feld dal!
All Ding hett jo en En’n enmal.
’Rin in den Sarg! Den Deckel tau!
In ’t käuhle Graww, dor findst Du Rauh.
Man ümmer jüh! Un denn för wen?