Schreibung:
Original 1850 - Klaus Groth: Vorwort 〉〉
Original mit Wort-für-Wort-Übersetzung 〉〉

Sophie Dethleffs


De Fahrt na de Isenbahn


Hans har sien Fru dat all lang verspraken,
Se wullen tohopen mal´n Lusttour maken,
Wenn dat Werder ins moje wer
Un nicks to dohn för de Wagen un Peer.
Denn wo ehr Fründschap, wo Clas-Ohm wahn,
Da gung jüs vöröber der Isenbahn.
Da weer all lang so vehl Snackens üm wähn,
Nu wull´n se doch sülvst den Spektakel mal sehn.

En Sünnabend Abend, dat Werder weer schön,
Se seeten vör Dör ob de Banken vun Steen;
De suure Arbeit des Dags weer gedahn,
De Sün all unner an´n Häven gahn.
De Magd har de Kalver noch börnt in´n Stall,
De jüngsten dre Kinner de sleepen all,
- Lütj´ Peter un Hänschen un Anna Margreth -
Blot Stina noch mit vör de Huusdör seet.
Martin, de Knecht, lähn öber de Dör
Un nehm recht extra sien Brösel vör;
He har mit dat Dampen sien egen Tier,
Da waag ok keen Mügg sik in sien Revier.
Un wenn ok mit Ahland all rökert weer,
Verflog doch Martin sien Fusel noch mehr;
Blot in de Feern hör de Müggen man summen,
Un de Flegen un Immen brummen.
De ohle Kat schnurr um Hans sien Foot,
Un Stina har Dine noch op´n Schoot,
De dröhm, un schoot in Dutten un stöhn,
He weer mit Martin op´t Foder wähn,
Denn leep vör de Peer he ut, bell un sprung,
Dat em de Tung ut´n Hals herut hung. -

So seeten se denn nu tohopen vör Dör,
Un snacken so´n betjen von Em un von Ehr.
Dat weer ok´n Abend, dat is gewiß,
As he in´n Juni nich schöner is.
Dwer öber´n Weg, von de meihte Wisch,
Da rok et so krüderig un so frisch,
De Poggen, de quarken, dat weer´n Pleseer,
As ohle Wiwer op´n Kindelbeer;
Un ünner de Linden, da günt in de Reeg,
Wo linglangs de Balken von´t Buholt leeg,
Da seet ok dat Junk-Volk tohopen un sung,
Dat et recht moje dat Dörp entlangs klung.
Meister Voß, de bruh ok in de Feern,
Un lustig funkel de Abendsteern.
Un achter de Büsch da, dat helle Licht,
Dat weer de Maand mit sien scheef Gesicht.
De lütje Vagel, de Nachtigall,
De flog in´n Appelbohm achter´n Stall,
Doch da geev Hans-Ohm nu gar nicks op,
He säh, he kunn´t nich verdrägen in´n Kop:
Na, Schrieghals, büst du denn endlich still?
Hör Antje, wat ick Di vörslagen will!

De Waag is erst anmalt, de Peer de hebt Tied,
De Weg hen na Clas-Ohm is ok jüs nich wiet,
Un drügt mi de Pogg nich, un´t Abendroth,
So löw ick, dat Werder ward morgen good.
Persepter sin Wedderglas, segt he, is steg´n,
So dünkt mi, da weer wul nicks wieder in´n Weg´n.
Maak denn Di mit unse veer Kinner bereit, 
Wenn´t morgen to´r Frohpredigt klingeln deit! -
Man los denn, säh Antje, mi paßt dat nich slecht,
Un wenn Du mi Bott stührst, so bin ick torecht!
Aber de Mannslüd verstahn dat nich so,
Se meent, dat is Alles so flödig man to!
Antje schull sorgen för´n Sündagsstaat,
Un kriegen dat Kasseltüg noch ut de Laad. -
As Allens torecht legt weer sauber un nett,
Da gung unse Antje ok endlich to Bett.
De ohle Marx-Wächter har dremal all tuut,
In´t Dörp herum röhr sik keen eenzigen Luut,
Un ringsum weer Allens so moje un still,
As wenn sik uns Herrgott mal utruhen will.

Den annern Morgen, as knapp de Sünn
Noch siet in´n Osten an´n Häven stün,
Un mit ehr näswisen Strahlen in´n Draff
Den fuhlen Nebel von´t Feld jag heraf:
Da träd all Martin herut ut de Dör,
Un drog op den Schullern dat Peergeschirr.
He sung recht kräftig, mit fröhlichen Sinn,
En lustiges Leed in den Morgen henin.
De lütje Lark, de op´t Saatfeld seet,
De triller, as Martin, ehr fröhliches Leed
Un flatter so hoch in den Himmel hinop,
Dat Martin wor dus´lig dabi in´n Kop.
Wo funkelt de Dau op de Spitzen von´t Gras
In alle Farben, so bunt, as von Glas,
Wo lach un läw doch dat frische Feld:
Wo weer se so prächtig, uns Herrgott sien Welt!

To Huus, in´n Höhnerkahm wor et ok luut,
De Höhner, de recken de Flünken uut,
Un pratjen un kakeln un maken´n Geschrei,
Wo twischen de Huushahn gewaltig krei;
Doch weer sien Stimm so heesch un knarr,
As wenn Persepter den Snuppen har.
Un ünner dat Dack, dat weer nüdlich to hör´n,
Da seeten de Vageln to quinkeleern,
Dat weer en Singen un Flegen un Flütten
Un en Hildigkeit unner de Lütten,
As harren se güstern dat gar nich sik dacht,
Dat ok noch för Morgens de Sünn wedder lacht.
Lischen Allerlei vör op´t Spit,
De wer der ümmer de erste mit;
Hardbar Langbeen, baben op´t Dack,
De heel sin Piepen wul ok nich in´n Sack,
He seeg heraf op dat Vagelgelag
Un klapper gewaltig henin in den Dag;
Do puust he sik op, stünn op´t eene Been,
As weer dar recht wat an em to sehn,
Trock den Kop in de Bost henin
Un dünk sik recht wichtig in sinen Sinn.
Mutjekatt sleek öber de Straat
Un gung so patentlich, as op´n Draht,
Se schüttel de Poten, as weer se natt,
Un mak en Anstalt, de ohle Katt,
Doch meen ick, se trock gau de Hacken,
As Nabers Pudel keem ehr to packen,
Se mak en Puckel, ehn schudert de Hut,
Un pruß den Pudel liek in de Snuut.
De arme Pudel verfehr sik gans,
He spiil de Ohren un dreih den Swans.
Nöös jalp he un mall he mit Dine in´t Gras,
De beiden de harren ehr´n egenen Spaß.

In´t Dörp von´n Klocktohrn, da schlog et veer,
Do keemen de Kinner ok in de Röhr.
De Sünn spehl all Bukiek in´t Finster so hell,
Un Stina, de ohle Fitenvertell,
De snack nu ehr Süstern dat Ganze vör,
Wat güstern Abend beslaten weer.
Do weer en Frohlocken un Jubeleren,
Dat kann man sik vörstellen, unner de Gören;
Nu weer dar keen Helpen un Holen mehr;
Ok Martin keem all heran mit de Peer.
So blank gestriegelt un flink op de Been;
Un denn de Wagen, von buten grön,
Von binnen de Stöhl von Zinnober roth
Un de Küssens so pulstrig un grot.

Hans har en Rock an von Egenreet,
De´n betjen hoch op de Schullern seet,
De Mauen mit Krüsen na ohler Tied;
Doch in de Knäp weer he´n betjen wiet.
He drog en Buksrundje von roth un witt,
Denn unnerwegs weer de Rock em to hitt,
De West weer von Dretritt, un Fiefkant de Bücks;
Un kort - unse Hans-Ohm weer bannig in Wix.
En lüt betjen breetköpsch un ruug weer de Hoot,
Doch wer kennt ümmer de niee Mood? -
Un Antje-Medder, dat mut ick gestahn,
As weer se jüs ut de Bilaad nahm´n:
Rein so dräplich un schnöckern un drall,
Un wat har de linn-wullen Rock för´n Fall!
De eene Foolt as de anner geplett
Un nerden de Sohm noch mit Sammet besett.
Un blaue Strümp, un mit Snallen de Schoh,
Un en swarten tamisnen Platen dato;
En Jack mit sülwerne Knöp so blank,
Un in de Knäp da weer se so schlank.
De lütje Mütz weer von golden Band,
De bläuliche Snipp har en Spitzenrand,
Un op´n Wagen da drog se´n Hoot
Von swarten Taft un gewaltig groot.
Ok de Kinner, von Höken to Fööt,
Alle gekleedet in Egenreet.
Stina weer Moder gans op un dahl,
De hehle Optog mit ehr egal. -
Lüt Petjen full ideromlütjet um,
Drum drog he en Fallhoot, dat weer nich dumm,
De kleed em recht dösig, den lütjen Quidips, -
So weeren se Alle nu fertig un fix,
Un klattern to Wagen, so Lütjet as Groot,
Un Antje nehm Petjen noch op´n Schoot.

As se nu so langsam dat Dörp langs fohr´n,
Da klung justemant et von´n Karkentohrn.
Herr Paster gar stattlich in sienen Ornat
Gung jüs in´t Gott´shuus öber de Straat,
He nickkop gans blied, blev en Ogenblick stahn,
Un säh: Gude Reis na de Isenbahn!
Hans-Ohm de schmunzel un däh sik dick
Un schwenk sien Hoot, dat et Art har un Schick;
Hänschen as Vader ganz eben so,
Un Alle nicken Herr Paster to.
Do keem Presepter in´n fierlichen Schritt,
Un alle Jungens op´t Sleptau mit;
Uns Hänschen dach, glücklich in sienen Sinn:
Gott Lov, dat ick op´n Wagen bin!
So fohr´n se denn henin in de Welt,
In´t schöne, gröne, blöhende Feld,
Un wat an de Landstaat se rings herum seegen,
Dat mak se tohopen en bannig Vergnögen.
Hans sprok vehl öber´t Land mit de Fru,
Un wenn dar en Koh keem, säh Petjen: buh!
Un wenn dar en Schaap keem, so reep he: bäh!
Dat wer noch allens, wat Petjen säh.

Se fohren grad´swegs bi Clas-Ohm vör,
Un Telsche-Medder stun jüs vör de Dör;
Se har all to Vader seggt: "Weest, wat mi swahnt?
Ick löv bald, dat Hans-Ohm un Antje-Me´er kaamt!"
"Sieh!" reep se, "da sind jüm, na dat is ja schön,
Wi hebt ok all lange Tied ut na jüm sehn,
Un ok noch de Jungens, dat schall mi freun,
Wi hebt ok in´n Appelhof rahre Bein,
Da könnt se von plücken, so vehl as se mögt!"
Wetter, wat hebt do de Gören sik högt, -
Sünnerlich Hänschen, de lütje Schalk,
De sprung as´n Tüt von de Ledderbalk,
Dat Moder noch bös wor, un to em säh:
"Hänschen, sitt ruhig doch op dien Stäh!"
Aber de hör ehr all lang nich mehr,
He jag all achter de Ahnten her,
De wackeln un schwenken de Fööt so wiet,
Ick löv, de weren nich för de Visit.

"Kaamt neger!" säh Telsche, "legt af jüm Krahm,
Vör Namiddag geit´t na de Isenbahn!
Hör, Anna! de Kätel gau över den Haken,
Nu wüllt wi uns erst´n Taß Kaffee kaken,
De blankste Kann nimm man vanʼt Theetresor,
Hurtig, min Kind, mak din Saken in Flor!
De Schinken de kaakt all en rümige Tied,
Gliek krigt he en bunten Mehlbüdel tor Sied!"
Dat duur ok man´n betjen, un munter un frisch
Seeten se All um´n Kaffeedisch.
Telsche ageer mit de blanke Kann
Un Alle schoven ehr Tassen heran,
Jedweder drunk söben, för´t Kragen twe,
Un een över´n Hupen, dat maken dre.
"Ick bin nich för´t Drinken", säh Hans un stülp um,
"Tein Tassen Kaffee, mi dünkt doch dat gung!"
Na´n Kaffee besegen de Mannslüd de Farken,
Un Hans-Ohm leet sik et gar nich marken,
Dat Clas sien mehr noch bald weeren as sien, 
Un he har doch ok en paar düchtige Swien.
De Fruen de seeten vör Dör op de Bank,
Un streben ok insmal den Kruthof entlang,
Un Antje kreeg Latjens noch nebenbi
Von Rosen, Lavendel un Krusefie.

Un as se do endlich bie´n Mehlbüdel seeten,
Un düchtig den Schinken sik smecken leeten,
Un tovör noch gebedet: "Herr Christ,
Seg´n wat hüt uns bescheeret is!"
Do keem se dat vör, as wenn buten wat klopp,
Un Telsche pann ins dat Slagfinster op;
Süh, da stun Dine un schwenzeleer,
Un dreih as´n Ohrworm sik hen un heer,
De Ohren de leegen em glatt an´n Kop,
Un ümmer bell he na´t Finster henop.
Se leeten em in, wat weer he fidel,
As siene Sippschaft jüs Mahltied heel.
He schlick se de Hannen, un schwenzel un dans,
Un snapp in´n Krink na sien egen Swans.
Di steek he den Kop in´t Drinkennapp,
Un kehr sik an nicks mehr, un slapp un slapp.
Dat weer doch mal tru von den ohlen Hund,
He har ja däger to Huus blieben kunnt;
Se har em ok anbun´n in´n Pesel, de Maid
Doch richtig weer he er utgeneiht.

As se den Mehlbüdel to Lief gesla´n,
Da gung et denn los na de Isenbahn.
Antje un Telsche, un Clas-Ohm un Hans,
Un Hänschen un Stina de bilden den Swans,
Denn Anna Margreth blev bi Petjen torüg,
Dat weer so´n bastigen Jung mit Geschrig.
Un as se weggung´n, dat lütje Seel
Do sleep he en betjen to Ünnermeel.
Hans mit meerschum´nen Pipenkop,
Da weer he immer so groothartig op,
Dat weer noch von Antje-Medder en Verehr´n
Tofören as Frier un Brut se noch weer´n.
Da bummeln twe Quasten an hen un her,
Von sülwern Beschlag weer de Kop rein schwer.
Clas har sien Regenschirm ünnern Arm,
Denn dat Wedder weer brüttig warm,
Un an´ Häven in allen Ecken
Schien en Bullernwe´er optotrecken.

Nu beseegen se Stück vör Stück,
De Schienen un ok den Bahnhof sik;
Da stünnen se jüstement so vör,
As de Koh vör de golden Dör. -
Op eenmal pip´t dörch de Luft, un schrill, -
Uns´ Antje stun rein de Athen still.
Doch kuum weer dat grusige Pipen vörbi,
Do keem dar, hest du, so sühst du mi,
En swartfarig Ungethüm angesuust,
So dat em de Damp ut de Nüstern bruust,
Un suk suk, suk suk, achter em an,
Da renn en endlos Wagengespann;
Allheel sünner Kutscher, un sünner Peer,
Leepen se achter dat Ungethüm her.
De Kutscher stun frielich wol vör op´t Spit.
Doch aber keen Leit un keen Pietsch har he mit;
Un wat dat leidigste noch dabi weer:
Dat de Wagen doch richtig spöör.

Op eenmal staat se´n betjen still,
As wenn sik de Swarte verpusten will,
Un antosehn as´n Miehremenhupen,
Keem et herut ut de Dören krupen.
Grote un Lüttje, un Dicke un Dünn´, 
Klattert se ut un klattert se in.
Un twüschenin is en Rönnen un Jagen,
Wur der mit Bündels un Kuffers dragen.
Un de Damen, so smuk as´n Brut,
Kiekt mit de Köpp ut de Finstern herut.
Do keem dar´n Kerl mit´n Bart an de Reeg,
Klatter von Wagen to Wagen, un schreeg:
"Fünf Minuten!" wat dat bedü
Weet de Düwel, ick weet et ni!
Op eenmal weer dar weddern Gerönn,
Se leepen, as wenn de Kop se brenn.
Een, twe, dre - as´n Sneierluus,
Trocken de Damen de Köpp to Huus.
Pu, wo dat Ungethüm wedder dampt!
De ganze Wagenreeg swinkt un swankt.
Un eh sik Hans-Ohm noch recht besunn,
Do suust de Swarte all wedder davon.
Antje-Medder wur swiemlig to mood,
Se säh: "Ick beswiem hier, dat is mien Dod!"
Hans-Ohm wuß sülvst nich recht, wo he weer,
De meerschum Pipenkop leeg an de Eer.
"Hahl doch de Kukuk den ganzen Krahm!
Bewahr mi Gott vör de Isenbahn!
Ne, da löf ick mien beiden Peer.
Dat hiere, dat geit mi nich richtig her!"

Hans weer in sien Leben nich so fideel,
As do he wedder den Tögel heel.
Da de Brunen davon mit em flogen,
Un mit de Swäns na de Flegen slogen.
Dat gung doch mit richtigen Dingen to,
Un Antje as Hans-Ohm dach eben so.
Da wur noch Väles vertellt un snackt, -
De Gören harren den Lief so vull packt,
Un weeren so unquier, se wussen knapp,
Wohen se schull´n mit ehr Flegenschapp.
Se dachen sik, Petjen wor balstürig sien,
Un nicks ünnerwegs doon, as bölken un schrien,
Aber se har´n em in Unkün´n verschläten,
Se har so geruhig bi Moder säten.
Erst weer he an´t snacken, un nöös sleep he in,
Un endlich fohr´n se in´t Dörp henin.

Martin un Wiebke de seeten vör Dör,
Un Martin har slaapen, da stah ick jüm för;
De Mütz de seet em op´t eene Ohr,
Un vör de Ogen weer´t em as Flor;
Doch as he man erst op´n Brunen seet,
Do fleut he sik wedder en lustiges Leed,
Un as he retour von de Koppel keem,
Do leeg all Allens in Slaap un dröhm.

De ohle Wächter tuut, roth in´t Gesicht:
"Ein Jeder bewahre sein Feuer und Licht;
Behüt´ uns Gott, der Herr,
Und ihm sei Preis und Ehr´!"