Schreibung:
Original

Dietrich Georg Babst


De Spatziergang in de Oost


Wenn ick miene Saken dreewen,
Un dat Weder iß man god,
Gah ick, um recht uptolewen,
Uht den Dohr wol ehnen Stoot,
Kiek mi allerwegens h´rümmer,
Un den Seegen seh ick jümmer.

Upt de Felder lewt ´t van Minschen,
Wek de meyn dat Kohrn di aw,
Un dat steit, so aß wi wünschen,
Aß uns God so lang´ nich gaw.
Roggen, Weiten, Arwten, Bohnen,
All dat Kohrn schient god to lohnen.

Hier ligt veeles noch in Schwaden,
Dar süht man de Hocken stahn,
Hoge Föder seh ´k upladen,
Weck süht man mit Seißen gahn,
Un de flinken Dierns de binnen,
Wu se man de Ahren finnen.

Wenn de Lüd na Schaapmelk führen,
Lopen se sick uht de Macht,
En den Weg uht Lust to stühren,
Un dat kriescht, un schnackt un lacht.
Will man en keen Drinkgeld gewen,
Schallt de Hahndrey allerwegen.

Denn so heb ick mien Vergnögen,
Stah dar ganze Stunnen lang,
Seh´wu se sick flietig rögen,
Un de Meyers ehren Gang.
Mehto seh ´k ehn Hasen lopen,
Den verfolgen s´ altohopen.

Dat iß schnaaksch di antokieken,
He versteckt sick bet toletzt,
Denn dit Diert söcht sienes Glieken,
Loort, ob ook de Jäger hetzt.
Wenn se ehn nu recht beluhren,
Fleuten geit he dörch de Buhren.

Wenn ick nu na ehn Paar Stunnen,
Ehnen annern Fohtstieg gah,
Un hier dusend Freuden funnen;
Denk ick all dat Gode na,
Höhr de Sommervögel singen,
Seh de jungen Mätens springen.

All de Gardens vull van Seegen,
Vull Pantüffeln un vull Kohl,
Denn dat waßt di all todegen,
Aß de Kinder inne Schohl.
Un dat giwt doch liker Minschen,
De sick beter Weder wünschen.

Veele Appeln, vele Beeren,
Veele Plummen kriegen wi,
Kirschen, de nich to vertehren,
Appelkosen ook daby.
Wat de Böhm man jemahls dregen,
Süht man dit Jahr allerwegen.

Honnig möht di mahl recht fleten,
Gös de sünd ook recht veel,
Könn´ wi ´t man gesund geneten,
Krieg wi wat vör unse Kehl.
Wer dit Jahr di nich tofreeden,
De versteit ook nich to beden.

Dusend Dank! du leewe Vader,
Vör den Seegen, den du schenkst,
Jede Druppen in mien Ader,
Den du to dien Ehren lenkst,
Sall vör di tum Danken leewen,
Datt du uns so veel hest gewen.

Oost = Aust `Ernte´ 〉〉〉