Schreibung:
Original



John Brinckman


Inne Koppel


- Gistern ... hente tein so, Nawe,
Bi Klock elbn so rüm, voer Disch ...
Wull ick ran ens an min Hawer
Un dat Mankkurn bi de Wisch.

Kümmt min Jung doa sacht ansleken,
Un he würr mi nich gewoar, -
Ick harr achte ´n Bom mi steken, –
I, denk ick, wat deit he doar?

Sacht slek he sick an dat Falen
In de Koppel, an dat bleßt, -
Un – mi schall de Schinner halen!
En - twe - dre – is ´rup he west.

Na, de Voß – twejähig würr he
Un is ´n heel kaptales Pird, –
Irst doa stünn bomstill un schürr he
Sick, as harr he sick verfirt.

Na, nast steidelt aewe Enn sick
Boltengrar he, sloeg foer dull -
Man de Jung höll mit de Hänn sick
As ´ne Klatt an Hamelwull.

Nasten schnoew de Voß un buckt he,
As harr he voerhen man spaßt,
Man de Jung, nich ruckt un muckt he,
As sonn Twael so höll he fast.

Na, toletz dunn rönnt dat Falen
As sonn Vullblot in de Ban,
Rein as harr en gleundig Kalen
Achte ünne ´n Swanz em dan.

Raewe güng dat aewe ´n Graben,
Aewe ´t Rick un dörche Bek –
Un de Jung, en moet dat laben,
De set fast grar as sonn Tek.

Aewest grar in ´t dullste Rönnen
Baff! - doa stünn min Voß, un baff!
Los let dunn de Jung sin Hänn´
Un koppheiste schöt he ´raw.

Ick dunn ´ran: - Hest ok wat braken –
Felst di ok to Schannen wat? -
- - Ne, lach he dunn, Pogg un Snaken!
Vare, ne, wu schoen güng dat! - -

Quelle: Vagel Grip. Güstrow : Opitz, 1859. S. 62-63.
Der Text ist zwar Korrektur gelesen, aber noch nicht endgültig redigiert. Zum Abgleich hier der originale Text: online 〉〉
Alle Gedichte des "Vagel Grip" erscheinen nach und nach auch mit einer Wort-für-Wort-Übersetzung (mit Link zum John-Brinckman-Wörterbuch).